Kein anderes Gerät der Wiedergabekette wird in solch extremer Vielfalt hergestellt.

Das liegt an der sowohl akustischen wie auch optischen Interaktion mit dem Raum.

Den Schallwandler an sich wird allenfalls ein Messtechniker im schalltoten Raum oder freien Feld hören, aber das ist, außer im PA-Bereich, ohne Bedeutung.

Die persönlichen Vorlieben spielen gerade beim Schallwandler eine sehr große Rolle - obwohl Equalizer und ähnliches in der HiFi-Kette verpönt sind.

 

Was bietet Amp-Master an?

Ob dynamische Treiber, Magnetostaten oder Elektrostaten - alles kann repariert, modifiziert und optimiert werden - es kommt auf den Einzelfall an.

Schon die Optimierung von Frequenzeichen an den bevorzugten Stellplatz oder den Hörraum bringt große Fortschritte. Oder das Ermitteln der tatsächlichen Thiele/Small-Parameter mit Neuberechnung der optimalen Gehäuse und Reflextunnel kann nach Jahren des Gebrauchs/Alterung sehr sinnvoll sein. Es kommt natürlich darauf an, zu welchen Eingriffen der audiophile Eigentümer, und idR seine Regierung, bereit ist.

 

 

 

 

 

Technisch gesehen bestehen folgende Schwachstellen:

  • Überlastete Schwingspulen führen zu Verformung (kratzendes Geräusch beim manuellen Bewegen der Membran) oder Durchbrennen.
  • Schaumsicken verspröden/verrotten im Laufe der Jahre durch UV-Licht. Die Schwingbewegung und Alterung führen zu Änderungen am Feder-Masse-System bzw. den Thiele/Small-Parametern.
  • Klebeverbindungen können im Laufe der Zeit nachgeben.
  • Elkos verlieren an Kapazität und/oder der Rs verändert sich.
  • Kontakte oxydieren.
  • Elektrostatenfolien verlieren an Leitfähigkeit oder Elastizität - auch in diesem Zusammenhang ist Rauchen schädlich.
  • Dass Kinder mit Vorliebe auf Kalotten drücken, ist vermutlich evolutionsbedingt unvermeidbar. Die Membranen lassen sich zwar leidlich wieder herstellen, aber der Klang bleibt "verstimmt".
  • Zu empfehlen ist der Austausch der Elkos gegen Folienkondensatoren und der Ferritkernspulen gegen nierderohmige Luft- oder so genannte Null-Ohm-Spulen.
  • Alle paar Jahre sollten dynamische Chassis um 180 Grad verdreht eingebaut werden - also oben wird unten.
  • Weil es sich bei elektrodynamischen Wandlern um sehr niederohmige Bauteile handelt, macht sich jeder kleinste Übergangswiderstand negativ bemerkbar. Alle Kontaktstellen sollten regelmäßig gesäubert und Schraubklemmen kontrolliert bzw. nachgezogen werden. Mit entscheidend für die optimale Verbindung ist auch, mit welcher Sorgfalt die Kabel und Stecker konfektioniert wurden.
    Neuwertige oder gut gepflegte 4mm-Verbindungen (Bananenstecker/-buchse) besitzen einen Übergangswiderstand von ca. 0,3mΩ. Speakon-Buchsen/Stecker sind seitens Hersteller mit <3mΩ spezifiziert, also dem ca. 10fachen Widerstand.
    Hier wird wieder deutlich, welche Rolle auch der Relaiskontakt im Verstärkerausgang spielt, da dessen Widerstand in Reihe zu o. g. Übergangswiderständen liegt.