Es ist schon faszinierend zu sehen, welcher Aufwand für hochklassige Halbleitergeräte getrieben werden muss, um ein Klangbild zu realisieren, das mit Röhren und einer handvoll

Bauteile erreichbar ist. Zugegeben, mit speziellen und teuren Bauteilen. Aber dafür sind diese Geräte robust und über Jahrzehnte problemlos zu betreiben.

Als Beispiel sei der Kommandoverstärker V73 genannt. Wer den mal gehört hat und mit vier Watt auskommt wird sich fragen, "was wurde eigentlich in den letzten 60 Jahren an Fortschritten erzielt?"

Bis auf Röhrenalterung und nachzujustierendem Bias, sind nur  Elkos, Kontakte & Regler als übliche Schwachstellen zu beachten. Ein Vorteil gegenüber Halbleiter-Amps ist, dass sich zumeist kein Relaiskontakt im Ausgang befindet.

Es sollte sicherheitshalber immer eine Last am Ausgangsübertrager vorhanden sein. Ansonsten kann der Verstärker, je nach Schaltungstopologie, ins Schwingen geraten und den Übertrager überhitzen/zerstören. Ein Kurzschluss wäre übrigens kein Problem. Röhrenbetreiber sollten sich eher zu den aktiven Audiophilen zählen.